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Diese Checkliste als bearbeitbare Excel-Datei per E-Mail

Alle 38 Prüfpunkte mit Spalten für Verantwortliche, Fälligkeit und Status – Fortschritt und überfällige Punkte werden automatisch berechnet. Ideal für die Go-Live-Vorbereitung im Team.

Cutover-Checkliste

für Netzwerk-, Rechenzentrums- und Server-Migrationen – vor, während und nach dem Go-Live

ITNB
itnb.io

1 · Go/No-Go-Entscheidung (T-5 bis T-2)

  • Go/No-Go-Kriterien schriftlich festgelegt und vom Auftraggeber abgezeichnet
  • Alle Tests (Funktion, Last, Failover) abgeschlossen, offene Fehler bewertet
  • Change im Change-Management genehmigt, Freeze-Zeitraum kommuniziert
  • Betroffene Fachbereiche und Standorte informiert (Zeitfenster, Auswirkungen)
  • Go/No-Go-Termin mit Entscheidern im Kalender

2 · Rückfallplan (Rollback)

  • Rückfallkriterien definiert: ab wann und durch wen wird zurückgerollt?
  • Letzter sinnvoller Rückfallzeitpunkt („Point of no Return“) festgelegt
  • Rollback-Schritte dokumentiert und mindestens einmal geprobt
  • Backups / Konfigurationsstände gesichert und Wiederherstellung getestet
  • Dauer des Rückfalls realistisch geschätzt und im Zeitfenster eingeplant

3 · Cutover-Plan

  • Minutengenauer Ablauf mit Aktivität, Verantwortlichem, Dauer, Abhängigkeit
  • Kritischer Pfad markiert, Puffer für die riskantesten Schritte
  • Prüfpunkte („Checkpoints“) mit klaren Erfolgskriterien je Phase
  • Generalprobe bzw. Dry-Run durchgeführt, Abweichungen eingearbeitet
  • Plan liegt allen Beteiligten in derselben Version vor

4 · Team, Rollen & Erreichbarkeit

  • Cutover-Leitung und Stellvertretung benannt, Entscheidungsbefugnis klar
  • Telefon-/Bridge-Liste aller Beteiligten inkl. Dienstleister und Carrier
  • Rufbereitschaft der Hersteller / Provider bestätigt (inkl. Ticketnummern)
  • Eskalationspfad bis zur Geschäftsführung definiert
  • Schichten und Pausen geplant – niemand arbeitet 20 Stunden am Stück

5 · Abhängigkeiten & Zugänge

  • Firewall-Freigaben, DNS-Änderungen und Routen vorab beantragt
  • Zugänge (VPN, Admin-Konten, Zutritt RZ) für alle Beteiligten getestet
  • Lizenzen, Zertifikate und Wartungsverträge für die Zielumgebung aktiv
  • Schnittstellen zu Fremdsystemen identifiziert, Partner informiert
  • Hardware, Kabel, Ersatzteile vor Ort und beschriftet

6 · Kommunikation in der Nacht

  • Fester Status-Takt (z. B. stündlich) an Auftraggeber und Service Desk
  • Vorlagen für „läuft“, „verzögert“, „Rollback“ vorbereitet
  • Ein Kanal für Entscheidungen, ein Kanal für Technik
  • Protokoll: Zeitpunkt, Aktivität, Ergebnis, Abweichung

7 · Go-Live & Abnahme

  • Funktionstests nach Checkliste durch Technik und Fachbereich
  • Monitoring und Alarmierung für die Zielumgebung aktiv
  • Abnahme durch den Auftraggeber dokumentiert
  • Rückmeldung an alle: Go-Live erfolgreich / offene Punkte

8 · Hypercare & Übergabe an den Betrieb

  • Hypercare-Zeitraum mit erhöhter Bereitschaft festgelegt (z. B. 2 Wochen)
  • Bekannte Fehler und Workarounds an den Service Desk übergeben
  • Betriebsdokumentation aktualisiert, Übergabe an den Betrieb unterschrieben
  • Altsysteme erst nach Freigabe abschalten / rückbauen
  • Lessons Learned innerhalb von 2 Wochen
Nico Bökenkröger · ITNB – IT Project Consultant · nb@itnb.ioVollständiges Steuerungs-Toolkit & Projekt-Ampel: itnb.io/toolkit · itnb.io/ampel